Bacon Jam

Bacon Jam
Bacon Jam
© Wildkraut & Wanderschuh

Bacon Jam, zu deutsch Schinken-
marmelade, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen…

Erstmalig gehört habe ich von Bacon Jam während des Food-Fotografie-Workshops mit Penny De Los Santos. Im Zusammenhang mit einem Fotoshooting in Seattle kam dort Bacon Jam in’s Bild und auf’s Brot.

Meine Neugier war sofort geweckt. Als ich einige Zeit später beim Blog ‚Eat Like A Girl‘ ein Rezept für Bacon Jam sah, wanderte dieses auf meine Nachkochliste. Letzter Anstoß, den es brauchte, um diesen Plan in die Tat umzusetzen, war der von Chef Hansen ausgerufene Blogevent namens ‚ran an den Speck‘. Wenn das kein Fingerzeig war. Also Schinkenmarmelade!

Ich habe den Bacon Jam, nach Rezept gemacht. Es verlangte nach durchwachsenem Schinken. Deshalb entschied ich mich spontan für ein Stück Bauchspeck, das mir passenderweiße in der richtigen Konfektionsgröße über den Weg lief.

Dank Foodbloggerverschwörung besaß ich auch den erforderlichen Ahornsirup.
Beim Köcheln des Bacon Jams duftete es köstlich nach Schinken, Knoblauch und Kaffee.
Verkostet habe ich auch bereits. Die salzige Komponente des Schinkenspecks wird durch die Süße von Ahornsirup und Zucker, sowie der Säure des Essigs gut ausbalanciert. Den Kaffee schmeckt man nicht heraus, aber er trägt seinen Teil zum Abrunden bei.
Pur auf Toast ist mir der Schinkengeschmack allerdings etwas zu intensiv. Vielleicht hatte ich den Schinken auch ein Mü zu kross gebraten.
Zu gedünstetem Gemüse oder mildem Käse könnte der – zugegebenermaßen unansehnliche – Bacon Jam aber ein spannendes i-Tüpfelchen sein…

Bacon Jam

Süßlich-Herzhafter Aufstrich aus Schinkenspeck, verfeinert mit Ahornsirup, Kaffee, Knoblauch Apfel- und Rotweinessig
Quelle: Blog Eat Like A Girl

Zutaten:

500g Schinkenspeck (ich: Bauchschinken)
4 Knoblauchzehen
1 rote Zwiebel
50g brauner Zucker
50 ml Ahornsirup
50 ml Apfelessig
1 EL Rotweinessig
250 ml frisch gebrühter Kaffee
2 Chilies

Zubereitung:

Den Schinkenspeck sehr fein würfeln. Wem dafür die Geduld fehlt oder/und eine homogenere Masse anstrebt, gibt den Schinken wie ich durch Fleischwolf bzw. Küchenmaschine.
Achtung! Auch für die Küchenmaschine sollte der Speck recht klein geschnitten sein, da sich sonst Fasern um das Schneidwerk schlingen.

Den Schinkenspeck bei mittlerer Hitze in der Pfanne (ohne Zugabe von Fett) Farbe bekommen und leicht knusprig werden lassen.

Den Schinkenspeck heraus nehmen und in einen mittelgroßen Topf geben. Im verbliebenen Fett in der Pfanne die sehr fein geschnittene Zwiebel schwenken, bis sie glasig (weich) wird, aber noch nicht bräunt. Den ebenfalls sehr fein geschnittenen (oder gepressten) Knoblauch kurz mit braten.

Zwiebel und Knoblauch mit den weiteren Zutaten (ausgenommen Rotweinessig) zum Schinken in den Topf geben.
Für eine Stunde sanft köcheln lassen. Ich habe den Deckel drauf gesetzt, mit kleinem Spalt offen und alle 15 Minuten nach dem Rechten geschaut. Ggf. kleine Mengen Wasser zugeben, wenn die Flüssigkeit zu schnell eindampft.

Wenn die Flüssigkeit nach 1 Stunde fast vollständig verkocht ist, den Rotweinessig zugeben und 5 Minuten mitkochen lassen.

Dann heiß in sterilisierte kleine Gläschen füllen bzw. zum baldigen Verzehr im Kühlschrank aufbewahren.

An meinen Beitrag zum Speckevent im Kochtopf-Blog muss ich mich erst noch gewöhnen… 😉

Blog-Event LXX - Ran an den Speck (Einsendeschluss 15. August 2011)

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