Wildkräutersalat mit Reiswein-Dressing

Am Samstag war ich bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein mit dem Fahrrad auf Wildkräuter-Pirsch. Ich bin die Strecke abgefahren, die ich ursprünglich mit interessierten Wildkräuter-Wissbegierigen entlang radeln wollte. Der erste Anlauf hierzu war allerdings zu kurzfristig und musste mit allerlei anderen Foodie-Veranstaltungen konkurrieren. Im Endeffekt war es aber kein Beinbruch, dass ich den Kräuterradln-Event absagen musste, sollte ich doch besser Kräfte und Nerven schonen, um fit für die bald anstehende neue Herausforderung zu sein.

Wildkräutersalat
Wildkräutersalat mit Reisweindressing
© Wildkraut & Wanderschuh

Die gesammelten Wildkräuter habe ich abends zum Teil testweise gegrillt und zum Teil zu Salat geschnippelt. Eindeutiger Grilltestsieger waren die Lauchköpfchen, die am Wegesrand wie eine Gruppe Mini-Fernsehtürme auf Klassenausflug aussahen. Der Wind hat die Lauchköpfchen verwackelt, aber so in etwa sahen die aus:

wilder Lauch
wilder Lauch
© multikulinarisches

Gegrillt dann so. Die Spitzen muss ich nächstes Mal abziehen bzw. schneiden.

für den Grill: Lauchköpfchen
für den Grill: Lauchköpfchen
© multikulinarisches

Der Wildkräutersalat, in dem sich Blüten vom Wiesenlabkraut, Blätter der Fetthenne (super an Salat!), junge Schafgarbe, wilder Rucola, sowie die Blütenblätter der Wiesenmargarite und Lauchköpfchen tummelten, versetzte ich mit einem spontan improvisierten Dressing, das dem herben Salat super zu Gesicht stand. Maß genommen hatte ich beim Improvisieren nicht – konnte ja keiner ahnen, dass es ein Knaller werden würde – gebe aber die Mengen so gut wie möglich (vor allem in der Ratio zueinander) im Rezept an. Den Wildkräutersalat könnt ihr selbsverständlich auch mit anderen Zusammensetzung nachbauen.

mein Foraging-Vehikel
mein Foraging-Vehikel
© multikulinarisches

Rezept

Wildkräutersalat mit Reiswein-Dressing

eine wilde Mischung Spät-Frühlingskräuter bekommt dank Reisweindressing das perfekte Finish

Rezept: Peggy Schatz
Zubereitungszeit:15 min

Zutaten (für 1 bis 2 Personen):

3 EL Fetthenne-Blätter
1 EL Lauch-Köpfchen
1 Hand voll (Strauß) Wiesenlabkraut
6 junge Triebe Schafgarbe
1 Hand voll Wiesenmargeritenblüten
1 Hand voll Ruccola
1 reife Tomate
½ kleine Zwiebel
Salz
Pfeffer

Dressing:
1 EL Sojasoße
1 – 2 EL Apfelessig
1 – 2 EL Balsamico-Essig
3 – 4 EL Reiswein
1 TL Rotkleesirup (oder Honig)
4 EL Speiseöl

Zubereitung:

Den gewaschenen Rucola mundgerecht zerreißen. Die Blätter der Fetthenne nach dem Waschen mit Schere oder Messer in 1 cm breite Streifen schneiden. Vom Wiesenlabkraut die Blätter und Blüten von den derben Stengeln zupfen. Die langen Blütenstände grob hacken. Dabei darauf achten, dass keine harten Stengelstücken mit in die Salatschüssel geraten.
Von den Blüten der Wiesenmargeriten die weißen Blütenblättchen abzupfen und mit den restlichen Wildkräutern in eine Salatschüssel geben. Die gelben Blütenköpfe lassen sich wie Antipasti einlegen.
Die Schafgarbestängelchen mit einer Hand halten und mit 2 Fingern der anderen Hand die Blättchen in die Salatschüssel abstreifen.
Die Tomate klein schneiden, sowie die Zwiebel schälen und hacken. Beides zu den Kräutern geben.
Den Salat mit wenig Salz und Pfeffer würzen. Schärfe kommt schon vom Rucola und Salzigkeit durch die Sojasoße. Die Zutaten für das Dressing verrühren, abschmecken, unter die Kräuter rühren und alles gut durchziehen lassen.

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Reiswein kann offensichtlich auch Wildes dressieren …

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