Apfelkuchen mit Hagebutten-i-Tüpfelchen

Nach dem gefühlt guten Start, entwickelte sich meine neue Arbeit zur emotionalen Achterbahnfahrt mit defizitärer Auswirkung auf Schlaf und Hosenbund. Der Geschäftsführerwechsel in der Firma fühlt sich an wie der Umstieg zwischen zwei Ruderkähnen. Schon mal mitgemacht?? Es schaukelt heftig und man weiß nicht, ob wer über Bord fällt. Außerdem mag man sich von dem anderen Kahn nicht so recht trennen …

Apfelkuchen mit Hagebuttenmark
Apfelkuchen mit Hagebuttenmark
© multikulinarisches

Was die Situation im vergangenen Monat nicht leichter gemacht hat, war die mir leider fehlende Agentourroutine und sehr knapp bemessene Einarbeitung. Ein halber Tag, um genau zu sein. In Folge fühlte ich mich unsicher mit Aufgaben, die bei falscher Handhabung große Websites oder Projekt-Versionierungen hätten lahm legen können. Auch das schnelle Umswitchen zwischen vielen Projekten brauchte Übung, um auf Anhieb zu wissen, wo das jeweilige Projekt liegt und wo die Zugangsdaten zu eruieren sind, wenn sie nicht dort sind, wo sie sein sollten.

Inzwischen läuft es flüssiger und seit Dienstag arbeite ich sogar an einem sehr spannenden Teil-Projekt. Ganz nach meinem Geschmack. Hoffentlich kommende Woche auch noch … Denn es kommt eine weitere Mitarbeiterin an Bord. Jedenfalls fühle ich mich momentan in Firma, Projekt und Haut wohl. Ich liebe die Dynamik und Schöpfungskraft von Programmiersprachen wie PHP! Selbst starre Strukturen, wie sie Frameworks und Content Management-Systeme vorgeben, lassen sich individuell modellieren. Wie Kuchen. Man nimmt ein zur Saison und zum Appetit kompatibles Rezept und passt es den Vorratsbeschränkungen an, bzw. schmückt es nach eigenen Vorlieben aus.

Das war jetzt quasi die Überleitung zum folgenden Apfelkuchenrezept. Im Original ein von der Wilden Henne viel gepriesener Klassiker toskanischer Backkunst, habe ich ihn noch mit Hagebuttenmus und Anis gepimpt. Dieser Apfelkuchen mit Hagebutte ist seit letztem Herbst des Mittagskochers Lieblingsapfelkuchen. Mein Herr Schatz bekam ihn dieses Jahr zum Geburtstag gebacken. Ein kleiner Teil ging wie üblich in die Nachbarschaft stiften …

Samtig und fruchtig. Vielleicht auch einen Ticken zu weich, aber ich möchte kein Milligramm Sahne, Butter oder Hagebuttenmus missen. 🙂

Solltet ihr nicht willens oder mangels Hagebutten nicht in der Lage sein, Hagebuttenmus selber herzustellen (ist zugegebenermaßen recht mühselig), kann alternativ auch Hagebuttenmarmelade verwendet werden. Dann ein bissl weniger Zucker verwenden …

Rezept

Apfelkuchen mit Hagebuttenmark

ein wunderbar samtiger Apfelkuchen für sonnige und regnerische Herbsttage

Quelle: Blog Wildes Pulet (abgewandelt)
Rezept:
Zubereitungszeit: 1h 25 min

Zutaten (für 1 Kuchen (Ø 26 cm)):

für den Kuchen
ca. 800 g säuerliche Äpfel
Saft einer Zitrone
100 g Butter
100 g Weizenmehl
2 Eier (M) ich: 3 kleine Eier
200 g Zucker
1 TL Vanillezucker (ich: selbst Gemachter)
1 Prise Anis
100 ml Sahne
100 ml dickes Hagebuttenmus; alternativ Hagebuttenmarmelade
1 TL Backpulver

für das Topping
2 EL Zucker
1 TL Zimt
optional: Butterflöckchen

für die Form
etwas Butter
2 EL Zucker
1 EL Grieß
1 TL Zimt
½ TL Anis

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C vorheizen.
Die Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel oder Stifte schneiden. Die Apfelstücken mit dem Zitronensaft vermischen.

Die Butter zerlassen.
In einer großen Schüssel Mehl, Eier, Zucker und Vanillezucker verrühren. Die zerlassene Butter zugeben und unterrühren, Sahne, Hagebuttenmus und die Gewürze einrühren.

Die Springform mit der Butter ausstreichen. In einem Schälchen Grieß, Zucker, Zimt und Anis vermischen und die gefettete Springform damit ausstreuen.

Das Backpulver zum Teig geben und die Apfelstücken unterrühren. Die Mischung in die vorbereitete Springform gießen und 50 min bei 180°C backen.
Dann die Topping-Gewürzmischung auf den Kuchen streuen. Gibt man zudem Butterflöckchen auf den Kuchen, wir dieser recht dunkel. Ich lasse sie lieber weg und freue mich an der hübschen Optik.

Den Kuchen in weiteren 15 bis 20 Minuten fertig backen.

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Unabhängig davon wie sich die Dinge entwickeln – den Kuchen gibt es im nächsten Herbst wieder …

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2 Kommentar(e)

  • Respekt, dass Du Dich durch die neue Arbeitssituation so durchbeißt! Ich drücke die Daumen, dass es sehr bald alles leichter wird. Jedenfalls freue ich mich, Dich weiter hier zu lesen. Das Rezept klingt toll – das kommt auf meine Apfelkuchenliste (bin gerade auf der Suche nach den ultimativen Rezepten). Übrigens funktionieren die Links zum Originalrezept bei mir nicht …
    Einen schönen Sonntag!
    Sabine

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