einfach [und] umwerfend Radicchio

© Wildkraut & Wanderschuh

Ein paar Rezepte sind noch in der Pipeline. Des Mittagskochers Bein ist Schuld. Mein Herr Schatz muss viel laufen und ich stehe dafür ersatzweise öfter am Herd.

Natürlich nutze ich die Schatz’sche Rekonvaleszenz, um Rezepte auszuprobieren und selber kreativ zu werden.
Auf meiner Wunschliste stand unter Anderem

gegrillter Radicchio

. Schon als ich bei Tobias das Rezept für Radicchio Rosso di Treviso cotto al Forno gesehen habe, schwor ich ihm und mir, der nächst Radicchio, der mir in die Tüte kommt, kommt auch auf den Grill.

Nur leider sind Radicchi (ist das das korrekte Wort für Radicchio Plural?) am Berliner Stadtrand dünn gesät. Neulich habe ich doch einige Exemplare erspäht, eingesackt und gegrillt. Offensichtlich hatte ich eine andere Gattung als Tobias‘ Radicchio ergattert. Mein Radicchio war dunkel-weinrot, fest und kegelförmig. Ich denke daher, es handelte sich um Radicchio classico di Chioggia.

Ein Traum in lila. Ups, nicht ganz. Dunkelbraun trifft es eher, da ich leider den Grill einen Moment zu lange unbeobachtet gelassen hatte. Optisch naja, geschmacklich aber alles im Grünen Bereich. Ach, was sage ich da? Dunkelgrün! Das Gericht hat sich auf Anhieb in die Liga meiner Lieblingsgerichte katapultiert…
Im Gegensatz zu Tobias, habe ich meinen Radicchio bereits vor dem Grillen mit Olivenöl benetzt.

Der gegrillte Radicchio lässt sich gut für ein Buffet oder als Vorspeise nutzen. Als alter Kartoffel-Junkie habe ich uns aber paar Salzkartoffeln dazu gereicht, welche ebenfalls mit dem Olivenöl benetzt wurden. Mehr brauch ich nicht zum glücklich sein…

Zutaten: (für 2-3 Personen)
2 Radicchio
Parmesan (ich: Grana Padano)
aromatisches Olivenöl
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Zubereitung:

Länglichen Radicchio längs halbieren. Kegelförmige oder runde Exemplare in 2 cm dicke Scheiben schneiden.
Auf ein Backblech legen. Die Radicchio-Scheiben mit etwas Olivenöl begießen, aber nicht tränken.
Im vorgeheizten Backofen den Radicchio 10 Minuten bei 220°C backen. Dann für einige Minuten den Backofengrill einschalten und grillen, bis sich die Blätter etwas kräuseln und eine leichte braune Fäbung einstellt.
Für die festere Radicchio-Variante mit dicken Scheiben, empfielt sich, diese zu wenden und den Vorgang (backen / grillen) abgekürzt zu wiederholen.

Dann solo oder mit Kartoffeln und ggf. Kurzgebratenem servieren, salzen, pfeffern und mit dem Käse bestreuen. Falls Salzkartoffeln als Beilage zum Einsatz kommen, diese ebenfalls mit dem verwendeten Olivenöl beträufeln.

*****

Und da der Radicchio nicht nur umwerfend schmeckt, sondern einfach und schnell zuzubereiten ist, nimmt er am Event ‚cucina rapida‘ teil.

Cucina rapida - schnelle Küche für Genießer. Ein Blog-Event von mankannsessen.

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