Kohlrabi-Cider-Hahn

Hähnchen mit Kohlrabi in Apfelwein
Kohlrabi-Cider-Hähnchen
© Wildkraut & Wanderschuh

Ich bin kein Fan von Produktproben. Von unangekündigten schon gar nicht. Wenn ich über ein verheißungsvolles Produkt stolpere, lass ich es mir aber doch gelegentlich zum Testen schicken.

Als eine mir persönlich bekannte PR-Dame über Cider (Apfelschaumwein) aus Südafrika in’s Schwärmen geriet, wurde ich neugierig. Am Südzipfel Afrikas sei dieser Cider namens Savanna Dry nämlich zum Kultgetränk avanciert.
Meine zuvor einzige Begegnung mit Apfelwein hatte wärend meines Darmstädter Exil-Jahres in Frankfurt stattgefunden. Dort zünftig im Keramikkrug zur Grünen Soße gereicht.

Ich kann nicht behaupten, dass der Apfelwein damals bleibende Erinnerungen ausgelöst hätte, außer dass er recht sauer war. Spanned finde ich das Thema Apfelwein aber trotzdem. Zumal neulich Food-Journalistin und Bloggerin Katha zum Thema Most (so heißt der vergorene Obstsaft in Österreich) recherchierte und wir feststellten, dass Norddeutschland trotz großflächiger Obstanbaugebiete hinsichtlich Apfelwein Nachholebedarf hat.

Auf der Next Organic Messe in Berlin lief mir dann doch ein heimischer Cider über den Weg. Steht noch ungeöffnet im Kühlschrank und wartet auf besseres Wetter…

Aber zurück zum südafrikanischen Kult-Cider. Die kleinen hippen Flaschen gefallen. Mit denen kann man endlich auch als Nicht-Biertrinker auf Partys rumstehen und cool aussehen.
Geschmacklich und vom Mundgefühl erinnert der Apfelschaumwein an Apfelschorle. Schön ist, dass das Getränk nicht zu süß daher kommt. Somit kann es an heißen Sommertagen erfrischen, ohne die bleierne Müdigkeit, die das Gläschen Weißwein in der Mittagssonne nach sich ziehen würde.
Allerdings zog sich mir beim Blick auf die Zutatenliste die Augenbraue hoch. Aroma. Wozu braucht ein aus echter Frucht mit echtem Geschmack gebrautes Getränk Aroma? Keine Angabe welcher Art das Aroma ist, lässt Arges befürchten…

Obwohl in meinen Augen eine Mogelpackung, habe ich Savanna Dry auf Trink- und Kochtauglichkeit gestestet und beim Kochen feine Ergebnisse erzielt. Nachfolgendes Rezept für Kohlrabi-Cider-Hähnchen dürfte aber durchaus mit jedem anderen Apfelwein ebenfalls gelingen…

Rezept

Kohlrabi-Hähnchen in Apfelwein

Ein in Apfelwein mariniertes Brathähnchen wird zusammen mit Kohlrabi in Apfelweinsud gegart.

Rezept:
Vorbereitungszeit: über Nacht
Zubereitungszeit: 1 h

Zutaten (3 – 4 Personen):

1 Hähnchen
2 Kohlrabis
15 Salbeiblätter
2 Zweige Estragon
1l Apfelwein
Speiseöl
Salz
schwarzer Pfeffer (frisch gemahlen)

Zubereitung:

Das Hähnchen innen und außen abspülen und von allen Seiten mehrfach mit der Gabel einstechen. Das Hähnchen über Nacht in Apfelwein einlegen (1 mal wenden).

Am nächsten Tag:
Die Kohlrabis schälen und würfeln.
Die Kräuter von den Stielen zupfen und fein hacken.
Das Hähnchen abtropfen lassen und restliche Feuchtigkeit mit Küchentuch abtupfen. Anschließend das Hähnchen mit Öl einreiben, salzen und pfeffern.

Den Boden einer Reine mit Marinade (oder frischem Apfelwein) bedecken und das Hähnchen hinein legen. Die Kräuter auf’s Hähnchen und in die Reine geben.
Das Hähnchen im Backofen bei 220°C garen und mehrmals etwas von der restlichen Marinade per Schöpfkelle darüber gießen.
Nach 30 Minuten bzw. wenn die obere Seite schön gebräunt ist, das Hähnchen wenden.
Die Kohlrabiwürfel mit in die Reine geben, Salz darüber streuen und beides weiter im Backofen garen (nochmal ca. 25 – 30 Minuten) bis das Hähnchen gar und rundherum braun, sowie der Kohlrabi bissfest ist. Sollte das Hähnchen länger benötigen, den Kohlrabi herausfischen und warm halten bzw. das Hähnchen seperat zu Ende garen.

gefiel uns gut…

 
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1 Kommentar(e)

  • der letzte Mangold des JahresBevor auch auf dem Balkon die letzten Blätter fallen, möchte ich ein paar schöne Momente des Balkongartenjahres 3.0 festhalten. Dieses Jahr war mit Abstand das üppigste, obwohl die Tomaten anfangs mächtig geschwächelt hatte

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