Good Food March

Good Food March – Fotoaktion

Der Good Food March 2012 ist eine europaweite Aktion für eine faire und nachhaltige Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik. Mit Fahrrädern und Traktoren geht es im Spätsommer 2012 quer durch Europa bis vor das Europäische Parlament in Brüssel.

aus dem Aufruf zum Good Food March:

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Start: Ende August 2012 in vielen Ländern Europas
Abschluss: 19. September 2012 in Brüssel vor dem Europäischen Parlament

Aktuell wird in Brüssel die Zukunft unserer Lebensmittel und unserer Bäuerinnen und Bauern diskutiert. Zum ersten Mal in ihrer Geschichte wird die Reform der europäischen Landwirtschaft nicht nur vom Europäischen Rat sondern auch vom Europäischen Parlament und den nationalen Regierungen beschlossen.
Das ist unsere Chance! Wir fordern eine Gemeinsame Agrarpolitik (GAP), die gute Lebensmittel und gute Landwirtschaft sicherstellt. Die Zeit ist reif für Bauernhöfe statt Agrarindustrie!
In den vergangenen 50 Jahren wurde mit unseren Steuergeldern die industrielle Nahrungsmittelproduktion und die Agrarindustrie unterstützt. Diese Form der Landwirtschaft bedroht jedoch die Existenz unserer Bäuerinnen und Bauern in Nord und Süd. Sie verursacht Nahrungsmittelknappheit auf der einen und Berge von Nahrungsmüll auf der anderen Seite. Die Agrarindustrie braucht ein Übermaß an Düngemitteln, Pestiziden und fossilen Brennstoffen und zerstört dadurch unsere Umwelt. Sie ist abhängig von importiertem Soja als Futtermittel, ignoriert die artgerechte Tierhaltung, verschärft den Klimawandel und führt zur Verödung des ländlichen Raums. Daher fordern wir ein Umdenken in unserem Nahrungs- und Landwirtschaftssystem. Die Europäische Agrarpolitik muss geändert werden! Lasst uns dafür gemeinsam nach Brüssel ziehen!
Diesen Sommer machen sich BäuerInnen, BürgerInnen und Jugendliche aus ganz Europa zu Fuß, mit Fahrrädern und Traktoren auf den Weg nach Brüssel. Unterwegs wird es Veranstaltungen und Aktionen geben, die Abschlusskundgebung findet am 19. September 2012 in Brüssel statt. Wir laden euch ein mit uns zu kommen und gemeinsam eine nachhaltige Lebensmittel- und Landwirtschaftspolitik einzufordern.

Gemeinsam fordern wir eine GAP, die:

  • sichere, stabile und kostendeckende Preise für unsere BäuerInnen und faire Preise für die VerbraucherInnen bietet
  • unser natürliches, kulturelles und kulinarisches Erbe schützt
  • bäuerliche Familienbetriebe, ob jung oder alt, unterstützt. Wir dürfen keinen Bauernhof mehr verlieren!
  • Subventionen direkt an soziale, ökologische und Tierhaltungskriterien bindet. Öffentliche Gelder für öffentliche Güter!
  • eine nachhaltigere Landwirtschaft und agro-ökologische Anbaumethoden fördert
  • die soziale und wirtschaftliche Entwicklung ländlicher Regionen stärkt
  • den Anbau von lokalen Eiweißfutterpflanzen garantiert anstatt Soja zu importieren
  • für mehr Gleichheit zwischen den alten und neuen EU-Mitgliedstaaten sorgt
  • zu Ernährungssouveränität führt
  • internationale Verantwortung übernimmt und dafür sorgt, dass sowohl die Länder Europas als auch des Südens sich besser selbst versorgen können
  • die Nahrungsmittelspekulation ablehnt und den Export landwirtschaftlicher Erzeugnisse unter deren
    Herstellungskosten beendet

Macht euch mit uns auf den Weg nach Brüssel für eine bessere Landwirtschaftspolitik!

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Wer nicht bei den Veranstaltungen entlang der Route teilnehmen kann, ist eingeladen sich an der Fotoaktion zum Good Food March zu beteiligen. Ich habe mitgemacht…

Anleitung:

Findet ein Motiv, welches für Euch im Zusammenhang mit vernünftiger Landwirtschaft steht, stellt, legt oder kniet Euch davor und haltet ein Papier, auf welchem Eure Forderung für die künftige europäisch abgestimmte Lebensmittelpolitik steht. Theoretisch könnte man da ja ganze Listen verfassen…
Nehmt dieses Arrangement im Querformat auf und schickt das Foto per email an photo@goodfoodmarch.eu


Quelle: meine-landwirtschaft.de

Ich hatte vergangene Woche meinen Herrn Schatz und Mittagskocher gebeten, ein entsprechendes Foto auf unserem kleinen Balkongarten zu machen. Regenpause abgewartet und los ging’s…
Leider habe ich nicht berücksichtigt, dass ausdrücklich Querformate gewünscht werden. Da muss der Mittagskocher ggf. nochmal ran…

Als Anregung Beispielfotos aus verschiedenen Regionen Europas:
Flickr-Album

Ich würde mich freuen, falls der eine oder Andere Blogger nachzieht, und ebenfalls über die Aktion bloggt, um weitere Kreise zu ziehen. Kamera-scheue Blogger(innen) brauchen ihr Foto ja nicht im Blog zu zeigen. 😉
An die Kamera, fertig, los!

Good Food March Website
Aufruf (PDF)

veröffentlicht am: 24.07.2012

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2 Kommentar(e)

  • Die Idee mit dem Marsch ist ja toll und ein Umdenken in der Agrarproduktion schon längst überfällig.
    Aber ob sich in den Köpfen derer, die das Geld an Mißwirtschaft, Tierschinderei, Sämereibesitz usw.verdienen, etwas zum Guten für das Allgemeinwohl aller Lebewesen ändert, muß ich leider bezweifeln.
    Wenn man aber die vielen Enthusiasten- bilder betrachtet, könnte man doch fast ein wenig Hoffnung schöpfen…

    • Die Problematik ist natürlich vielschichtiger als gieriger Produzent und ahnungsloser Verbraucher. Landwirte sehen sich unter massiven Zwängen ‚aufzurüsten‘ und das Spiel mit zu spielen, wenn sie nicht ihre Existenz (oft über Generationen in Familienhand) und zuvor getätigte Investitionen verlieren wollen.
      Neben einer Rückkehr von Vernunft und Moral in der Landwirtschaft und dem nötigen außen vor halten der Industrie, die überall mitmischen will, ist es auch notwendig, die Verbraucher zu sensibilisieren, welchen Preis billige Lebensmittel fordern.
      Die Politik steht da als Puffer irgendwo dazwischen. Und an sie als Regulator ist der Marsch gerichtet.
      Ich halte eine Regulierung der Landwirtschaft auf EU-Ebene auch für grottengefährlich gegenüber Regelungen auf nationaler Ebene. Aber leider lässt man uns „EU-Bürgern“ keine Wahl.

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