vegetarische Lieblings-Kochbücher

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Wie jedes Jahr um diese Zeit, naht Weihnachten. In diesem Jahr wird es wohl jede Menge vegane Weihnachtsbäume geben. Darunter in veganes Seidenpapier geschlungene geklöppelte Socken aus Pflanzenfasern und auf der veganen Tischdecke dampft Festbraten aus Tofu. Krass, was Handel und Verbraucher aus einem an sich nicht üblen Trend gemacht haben. Und aus Weihnachten.

vegetarische Lieblings-Kochbücher
© Wildkraut & Wanderschuh

Ich hingegen gedenke, meinem Appetit treu zu bleiben und auch im nächsten Jahr wieder bewusst, abwechslungsreich und genussorientiert zu essen. Halt nur mit weniger Fleisch als früher. Falls ihr auch euren Fleischkonsum reduzieren wollt, ohne gleich ins vegane Lager zu wechseln, helfen vegetarische Kochbücher. Davon gibt es mittlerweile sehr viele am Markt. Einige kenne ich nur in der Draufsicht, die meisten gehen komplett an mir vorbei. Es gibt aber eine Hand voll Bücher, die mir in den letzten Jahren auf unterschiedlichen Wegen zugelaufen sind und mir neue Horizonte in Sachen Gemüseküche eröffnet haben.
So wie eine Hand voll Noten unendlich viele Melodien hergeben, reicht die Fülle an Variationen auch beim Kochen mit einfachen Zutaten so weit die Phantasie reicht. Sogar ein raffiniertes Soufflé aus Knollensellerie ist denkbar … Und machbar. Und bald im Blog.

Noch ein kleiner Hinweis zu den Bücher-Links: Obwohl sie innerhalb meiner Seite verlinken handelt es sich genau genomen um Werbelinks (Verkäfer ist Amazon) und ich erhalte eine kleine Anschubfinanzierung für 2016 falls ihr euch zum Kauf des einen oder anderen vegetarischen Kochbuchs auf diesem Wege entschließt. Für weitere vegetarische Rezepte, die in KEINEM Kochbuch zu finden sind, fragt eure linke Hirnhälfte oder stöbert in den Ergüssen meiner besseren (Hirn-)Hälfte … Für vegetarische Essperimente im Menüpunkt Rezepte den Filter auf vegetarisch setzen und das Häkchen nur eigene anklicken. Und los.

Wie angekündigt, hier nun meine Quellen vegetarischer Inspiration:

KRAUT|KOPF*, ein Buch so anmutig wie ein warmer Sommertag. Stimmungsvolle großformatige Bilder, tolle Haptik, schöne Typo und vor allem jede Menge gewöhnliche Gemüse in ungewöhnlichen Kombinationen. Rezepte, Styling und Fotos stammen allesamt von den beiden Kraut-Köpfen Susann Probst und Yannic Schon. Eine tolle Premiere und ein Wohlfühlbuch.
2015 | Hölker Verlag

Meine Provenzalische Gemüseküche* fühlt sich an wie eine französische Landpartie. Gemütlich, genüsslich lässt Roger Vergé tief in Töpfe und Kasserolen blicken. Das Buch ist nach Frühlings- Sommer- Herbst- und Wintergemüsen eingeteilt und wartet mit rustikalen, überraschenden und süßen Gemüsegerichten auf.
1994 | Mosaik Verlag

Genussvoll vegetarisch. mediterran-orientalisch-raffiniert* kommt etwas aufgeplustert daher, aber nur äußerlich. Zwischen den Covern finden sich eine Vielzahl raffinierter und dennoch nicht komplizierter Veggie-Gerichte mit orientalischer Note von Nicht-Vegetarier Yotam Ottolenghi. Das Buch ist in Kapitel nach Gemüsearten (Wurzelgemüse, Grünzeug, etc.) unterteilt und hat das Zeug zum Dauerbrenner.
2012 | Dorling Kindersley Verlag

Das Buch Seelenfutter vegetarisch – Grüne Rezepte, die glücklich machen* von der von mir sehr geschätzten Lektorin und Bloggerin Sabine Schlimm, beleuchtet Gewürze und Gerichte auf Glückseligkeitspotential. Unterhaltsam geschrieben und mit alltagstauglichen kreativen Gerichten gespickt, bleiben keine Wünsche offen.
2014 | GRÄFE UND UNZER Verlag

Die indische Küche hat nebst bekannteren wundervollen Fleischgerichten von alters her auch ausgefeilte pikante Gemüsegerichte verinnerlicht. Das Große vegetarische Indische Kochbuch* ist ein wahres Kompendium in Sachen Gemüseküche. Auf ca. 500 Seiten werden von Julie Sahni vegetarische Klassiker der unterschiedlichen Regionen Indiens erklärt. Fotos gibt es keine, aber die Rezepte an sich sind spannend genug, um Sehnsucht auszulösen. Ein Klassiker!
2002 | Heyne Verlag

Autor und Blogger Stevan Paul ist in Archive und Bibliotheken hinab gestiegen und hat festgestellt, dass die deftige deutsche Küche durchaus gern mal ohne Fleisch auskommen kann. Die in Deutschland vegetarisch* versammelten Rezepte sind vegetarische Klassiker bzw. vegetarisierte Klassiker. Beim Anschauen des wunderschön gestalteten Buchs und Nachkochen der einladenden Gerichte vermisst man nicht das kleinste Fitzelchen Fleisch. Das Buch ist Teil einer von Katharina Seiser initiierten stetig wachsenden Buchreihe zu vegetarischer Landesküchen. Achtung Suchtgefahr!
2013 | Brandstätter Verlag

Vegetarisch für Feinschmecker* von Sternekoch Heinz Winkler ist ein schlankes, doch gehaltvolles Buch mit hochkarätigen vegetarischen Gerichten. Die ausführlichen und übersichtlichen Rezepte sind standesgemäß nicht so einfach nachzukochen wie Hausmannskost. Dennoch scheinen sie mir durch die Bank weg auch für meilenweit von den Sternen entfernte Heim- und Hofköche geeignet. Während die anspruchsvollen Gerichte beim Zubereiten Zeit abverlangen, scheinen Fotos und Rezepte zeitlos.
2003 | Karl Müller Verlag

 

Es kann durchaus passieren, dass noch das eine oder andere vegetarische Kochbuch bei mir Zuflucht sucht. Generell bin ich aber dermaßen inspiriert, dass viele kreative Gemüsegerichte auch ohne Kochbuch den Weg auf unsere Teller finden.

Wie sieht es bei Euch aus? Habt ihr vegetarische Kochbuch-Lieblinge? Falls ja, verratet ihr mir welche?

*) Affiliate-Link: Das Buch erhälst du im lokalen Buchhandel oder per Klick auf den Link bei Amazon. Ich nehme am Partnerprogramm teil und erhalte bei Kauf eine kleine Provision.

veröffentlicht am: 03.12.2015

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5 Kommentar(e)

  • Das Julie-Sahni-Kochbuch steht hier in genau dieser Ausgabe seit ca. 25 Jahren, ich habe vieles daraus gemacht, bin aber mittlerweile doch darüber hinausgewachsen. Wenn ich indisch-vegetarisch kochen will, schaue ich eher in eines der Blogs, die ich letztes Jahr vor Weihnachten mal aufgelistet habe.

    Ein Lieblingskochbuch (auch ohne Bilder) in Sachen vegetarischer Küche ist bei mir Madhur Jaffrey; Vegetarisch. Da sind tolle, schmackhafte vegetarische Rezepte aus aller Herren Länder versammelt.

    Gleichzeitig habe ich mit vielen vegan-vegetarischen Büchern aber das Problem, dass sie für mich zu getreide-, zucker- und sojalastig sind; deswegen suche ich mir eher Gemüsekochbücher aus (dein Vergé von oben ist mir da in guter Erinnerung).

    Sehr inspirierend finde ich Rick Landaus Vedge, und Herbivoracious von Michael Natkin (der das gleichnamige Blog betreibt). Aber ich suche mir meine gemüseorientierte Küche auch aus nicht-vegetarischen Büchern raus, da „vegetarisch“ für mich kein ausschlaggebendes Kriterium ist .. etwa Hugh Achesons Broad Fork, oder das Kochbuch von Sprouted Kitchen (ebenfalls mit dazugehörigem Blog), die gemüsezentriert, aber nicht rein vegi sind. Und an meinem kürzlich gebloggten Blumenkohl kann man sehen, dass man sogar bei Leuten wie Horst Lichter noch tolle Ideen finden kann 🙂

    • Vegetarisch ist für mich auch kein Muss. Da mein Herr Schatz aber keinen Speck und Schinken isst, fallen viele Gerichte in dieser Richtung von alleine flach. Deshalb wird dann häufig komplett fleischlos gekocht. Danke für die vielen Buchtipps! Madhur Jaffrey; Vegetarisch kenne ich dem Namen nach. Auch das Sprouted Kitchen Buch. Die anderen schaue ich mir auch mal an. Ich ahne schon, dass dieser Artikel ein Nachspiel in Sachen Bücherkauf haben wird. 😉

        • Wegen Schwein. Schade eigentlich. Ich ersetze Speck und Schinken wo es passt gern mit Räucherpaprika. Kommt meistenz ganz gut. Rinderschinken gibt es hier gelegentlich auch mal. Dann verwende ich ihn auch zum Kochen.
          Dieser Kokosnuss-Schinken-Verschnitt klingt nicht uninteressant. Aber was ist von flüssigem Räucherzeugs zu halten? Sind das nicht geballte Ladungen künstlicher Aromen?

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