Esskastanien- Torte mit Lavendel

Mama war zu Besuch. Wir luden ihre hauptstädtischen Freunde dazu und das Frühlingswetter war uns wohlst-gesonnen. Gemeinsam inhalierten wir auf dem Balkon Sonnenschein und Esskastanien-Torte.

Esskastanien-Torte mit Lavendel
Esskastanien-Kuchen mit Lavendel
© Wildkraut & Wanderschuh

Lasst euch vom Bild nicht täuschen. Der Esskastanienkuchen mit zarter Lavendel-Note war keinesfalls zum Fürchten, sondern der Hinwendung wert. Er überrascht und zergeht auf der Zunge.

Das Rezept für eine Torte auf Maronen-Basis hatte ich bei Closet Cooking gefunden. Ich habe meine eigene Maronenkuchen-Version daraus gemacht.

Statt mit Rum verfeinerte ich meine Esskastanien-Torte allerdings mit Lavendel. Den hatte ich auch schon mal erfolgreich an einer Erdbeertorte ausprobiert und Lavendel schien mir nicht nur geschmacklich, sondern auch geografisch zur Marone passend.
Nur mit dem Boden hatte ich gelinde Probleme. Keksboden wird in der Regel für nicht zu backende Kuchen wie Frischkäse-Torten verwendet. Wird er – wie im vorliegenden Rezept – gebacken, schmilzt ein Teil der Butter. Diese möglichst geruchs-neutral (bei mir hat es gezischt und gequalmt) abzufangen ist eine Herausforderung, die durch tollen Geschmack wett gemacht wird.
Im Originalrezept wird der Boden der Tortenform mit Folie umwickelt und in ein Gefäß gestellt, dessen Boden einen Daumen breit mit heißem Wasser bedeckt ist. Habe ich mir so nicht getraut, zumal ich nicht weiß, welche Art Folie. Ich denke aber mal Alufolie ist gemeint.
Möglicherweise reicht es, den Boden der Form mit Backpapier auszulegen und oberhalb eines Backblechs mit Wasser zu platzieren.

Rezept

Esskastanien-Torte mit Lavendel

ein auf der Zunge schmelzender Esskastanienkuchen mit einem Hauch von Lavendel

Quelle: Blog Closet Cooking
Rezept: Peggy Schatz
Zubereitungszeit:90 min + 1 Nacht

Zutaten (für 1 Springform 26 cm)):

Boden:
200g Butterkekse
180g zimmerwarme Butter

Füllung
2 Päckchen Frischkäse natur (möglichst ungesalzen)
200 g Zucker
6 Eier
4 Spitzen jungen Lavendels (oder 2 Zweige ohne Blüten)
50 g Schmand
1 TL Limettensaft (frisch gepresst)
400 g geschälte Maronen (Dose)
2 bis 3 EL Brühe aus der Maronendose oder Wasser

Zubereitung:

Die Ränder der Tortenform buttern und einen Bogen Backpapier mitsamt dem Tortenboden einspannen.
Für den Boden die Kekse in eine Gefriertüte geben, diese fest verschließen (zuvor Luft rauslassen) und die Kekse mit einem Fleischklopfer fein zerbröseln. Die Keksbrösel mit der zimmerwarmen Butter verkneten und die Mischung auf dem Boden der Tortenform gleichmäßig verteilen und andrücken. (Sollte das mit dem Backpapier nicht funktionieren, dann den Boden direkt aufs Blech geben). Am Rand den Keksteig etwas nach oben ziehen. Die Tortenform in Kühlschrank (oder besser TK-Fach) kühlen.

Inzwischen den Backofen auf 180°C vorheizen.
3 Eier trennen und das Eiweiß für andere Zwecke aufbewahren.
Den Lavendel fein hacken.

In einer Schüssel (oder der Rührschüssel der Küchenmaschine) Frischkäse und Zucker glatt verrühren. Nacheinander die 3 Eier und die 3 Eigelb unterrühren, bis sie jeweils Bindung haben. Den Schmand einrühren und Limettensaft und gehackten Lavendel dazu geben.

In einem Mixer die Maronen mit Brühe aus der Dose oder wenig Wasser pürieren. Das Maronenpüree zu den übrigen Zutaten geben und rühren, bis eine homogene Masse entsteht.

Die Maronenmasse in die Tortenform gießen und etwas rütteln, damit man eine glatte Oberfläche bekommt.
Ein Blech mit Wasser unterhalb des Backrostes platzieren.
Die Torte auf dem Backrost bei 180°C eine Stunde backen. Der Kuchen sollte in der Mitte nur noch leicht wackeln, wenn man ihn ruckelt.
Nach dem Abkühlen auf Raumtemperatur, den Kuchen über Nacht im Kühlschrank durchkühlen.

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maroniger geht nicht …

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1 Kommentar(e)

  • Zur Maronentorte muß ich sagen , die würde jeder Matrone schmecken!
    In der Form sah die Kreation ja irgendwie noch ein wenig schmalbrüstig aus, aber im Mund…jammijammi, die reine Sünde! Ich beschwer mich zwar ständig über meine Speckhucken, aber von diesem Gebäck mußte ich auf alle Fälle noch ein Zweites haben. Der feine Rauchgeschmack, durch die im Ofen verbrutzelte Butter, war gerade der Kick.
    Mir tat nur später, als ich es erfuhr, die arme Hausfrau leid, hatte sie doch, während ich genüßlich in der Sonne schwelgte, den Ofen geschrubbt.

    Hier noch mal die Kurzform: Für die Hausfrau ganz schön viel Arbeit, aber für den Gast das reine Vergnügen!
    Danke, meine liebe Peggy

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