Vogel Strauß

Vogel Strauß
Foto: akileb / Quelle PHOTOCASE

Übers Wochenende hatten wir uns eine kleine Auszeit genommen. Es galt, zu verschnaufen und den Kompass neu auszurichten. Vor den Toren Berlins, in Lichtenow, gibt es einen wunderbaren Ort der Einkehr. Man darf in gemütlicher, liebevoller Atmosphäre zur Ruhe kommen, und wer mag – auch mit Gott in’s Gespräch…
Mir haben diese 4 Tage nichts-tun gut getan. Aber auch an diesen Ruhetagen war ich kulinarisch nicht desinteressiert und besuchte die nahe gelegene Straußenfarm in Kagel.

Vor 8 Jahren gegründet, mit erstem Federvieh seit 6 Jahren bestückt, etablierte sich der Straußenhof Kagel seither zu einer festen Instanz in Sachen afrikanischer Laufvögel im Berliner Raum.
Laut Auskunft des Besitzers und Straußenvaters Gerd Wirzbicki, beliefert dieser unter anderem diverse Berliner Gastronomen mit dem beliebten Straußenfleisch.

Straußenei
© multikulinarisch.de

Die Bilder an der Wand des winzigen Hofladens bezeugen, dass auch schon so mancher Promi Fuß auf Straußen-Territorium gesetzt hat. Im Hofladen findet sich ein Sammelsurium aus Produkten aus Straußenfedern (die berühmten Wedel, sowie Schmuckfedern und Federboas), Straußeneiern (puristisch oder wunderschön bemalt, bzw. graviert) und Straußenleder (Portmonais, Gürtel, etc.).
Straußenleder ist übrigens sehr beeindruckend, da die Federkiele jeweils ein ganz individuelles Muster ergeben. Es ist wohl bei Rockern sehr beliebt, die ihre Motorräder damit frisieren. Aber Leder kann man bekanntlich nicht essen, also zurück zu Kulinarischem…

Straußenfleisch wird seit Jahrhunderten für seine Magerkeit und ihm zugeschriebene heilsame Nebenwirkungen geschätzt. Es ist zudem recht ökonomisch herzustellen, da Strauße schnell an Größe und Gewicht zulegen und somit Straußenfleisch zum am schnellsten wachsenden Fleisch zählt – wenn ich das mal so ausdrücken darf, ohne makaber zu wirken zu wollen.
Die Strauße werden vom besonders dafür ausgebildeten Schlachter getötet und das Fleisch vom ebenfalls nach strengen Vorgaben verifizierten Fleischer zerlegt und vakuumverpackt ausgeliefert. Bestellungen kann man direkt beim Straußenhof aufgeben. Im Gegensatz zu Straußenfarmen in den alten Bundesländern ist Straußenfleisch aus Brandenburg recht preisgünstig mit 25 bzw. 27 Euro pro Kilo Filetsteak.

Außer frischem Straußenfleisch können auch Straußeneier (samt Gebrauchsanweisung) bestellt werden. Ein Straußenei entspricht der Menge von 24 Hühnereiern, weshalb sich ein Straußenei perfekt für einen geselligen Event, z.Bsp. in Form eines Straußenrührei-Bratens eignet.

Für die zum Verzehr gedachten Eier zeichnet sich eine Gruppe Straußendamen verantwortlich, während ein Trio aus 2 Hennen und einem Hahn für den Nachwuchs verantwortlich sind. Die von diesen beiden Straußen-Damen gelegten Eier werden zum Teil im Brutschrank ausgebrütet, was die enge Beziehung zwischen Straußen und Straußenvater erklärt. Einige Eier werden aber auch gemäß des natürlichen Zyklus von den Damen selbst ausgebrütet.

Die Jungvögel wachsen in der Kindergruppe auf und sind anfangs für Laien nicht zu unterscheiden. Das typische schwarz-weiße Gefieder der männlichen Strauße beginnt sich erst ab dem 2 Lebensjahr zu bilden.

junge Strauße
© multikulinarisch.de

Ein Ausflug zum Straußenhof Kagel lohnt (nicht nur zum Hoffest), da für eine kleine Gebühr auch Führungen angeboten werden, in denen man dem Federvieh recht nahe kommt und allerlei Nützliches über die langbeinigen Vögel aus Afrika erfährt.
Wer seinen Geburtstag oder andere Feiern unter Straußen verbringen möchte, kann eine solche Feier ebenfalls buchen. Wem das dann aber doch etwas zu aufregend ist, kann stattdessen einen Präsentkorb mit Straußenprodukten für Jubiläen aller Art bestellen…

Straußenhof Kagel
Heidekruger Str. 10
OT-Kagel
15537 Grünheide

www.straussenhof-kagel.de

veröffentlicht am: 10.11.2009

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