fluffig drauf mit Zitronenpudding

cremig säuerlich untenrum und fluffig obendrauf

Zitronenpudding
Zitronenpudding
© multikulinarisch[es]

Da muss ich erst 50 Jahre alt werden, um zu erfahren, dass es so etwas wie Zitronenpudding gibt! Beim therapeutischen Dessertbuchblättern, um mit frischen Farben und Pfützchen auf der Zunge dem grauen Berliner Winterwetter zu entfliehen, fiel mir vor einiger Zeit das Rezept für Zitronenpudding auf, welches bestens zur auslaufenden Zitrus-Saison passte.

Der Zitronenpudding ist schnell gemacht, aber furchtlos musst du sein! Bei Zugabe des Zitronensafts zur Butter, die mit Zitronenabrieb und Zucker in der Rühschüssel ihre Runden dreht, trennen sich Eiweiß und Molke und die Mischung wird erschreckend flockig. Keine Sorge, das darf und soll sogar so! Die Scheidung der Geister an diesem Punkt bewirkt nämlich die Besonderheit dieses fruchtigen Desserts. Am Boden hat der Zitronenpudding eine cremige säuerliche Schicht, auf der das fluffige milde Topping ruht. Gefiel uns super! Ich hatte gleich noch paar kleine Schälchen voller Zitronenpudding zusätzlich gebacken, um sie an Lieblingsnachbarn zu verteilen. Deshalb die höhere anzahl Zitronen im Foto.

Gemacht und gegessen war das Ganze schnell, aber das mit dem Bloggen hat gedauert. Tschuldigung! Zum Schreiben fehte die Energie, denn mich hat ein Virus der fieseren Art angefallen. Nach den üblichen Husten- und Schnupfenscheinangriffen, hatte sich der Feind in sämtlichen verfügbaren Nebenhöhlen verschanzt und wird derzeit ausgeräuchert.

Der nette Nachbar, der sein bei uns zwischengeparktes Paket abholen kam und dessen Handshake und Schulterklopfen wegen Ansteckungsgefahr von meinem ebenfalls kränkelnden Herrn Schatz abgewehrt wurden, stand paar Minuten später erneutvor unserer Tür. Mit zwei Händen voller Zitronen. Dann gibt es nach der Genesung gleich nochmal Zitronenpudding…

Rezept

Zitronenpudding

kurze Intro hier

Quelle: Buch Süße Verführung (Christian Verlag)
Rezept:
Vorbereitungszeit: 10 min
Zubereitungszeit: 50 min

Zutaten (für 4–6 Personen):

4 Bio-Zitronen
75 g Butter (zimmerwarm)
150 g Zucker
4 Eier
50 g Mehl
75 ml Milch

Zubereitung:

Den Backofen auf 180°C vorheizen. Eine Souflé-Form (1l Volumen) bzw. ofenfeste Schüssel mit etwas Butter fetten.
Von den Zitronen die Schale abreiben und zusammen mit dem Zucker und der Butter in eine Rührschüssel geben. Mit der Maschine oder per Hand schaumig schlagen. Die Zitronen halbieren und den Saft auspressen. Die Eier trennen.
Den Zitronensaft und die vier Eigelb nach und nach unter die Zucker-Butter-Masse schlagen. Die Masse gerinnt dabei. Anschließend das Mehl und zum Schluss die Milch unterrühren.
Das Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unter die Masse ziehen. Dann alles in die gefettete Backofenform gießen.
In die Fettpfanne des Backofens oder einen großen Bräter Wasser füllen und die Backform hinein stellen. Die Form soll ungefähr bis zur Hälfte im Wasser stehen. Den Zitronenpudding im Wasserbad 30 bis 40 Minuten backen, bis der Teig aufgegangen ist und die Oberfläche gebräunt. Sofort servieren (schmeckt aber auch lauwarm und kalt).

print

Lass es dir schmecken!

Ähnliche Beiträge

Schwarzer Rettich und Hühnchen mit Fermenten

Schwarzer Rettich mit Fischsoße und Bärlauchessig

Kugeslstoßen mit Schwarzem Rettich und ungewissem Ausgang

mit Amarettini gefüllte Steinklee-Nektarinen

gefüllte Amarettini-Nektarinen mit Steinkleesirup

Das Dessert mit gefüllten Nektarinen und Steinkleesirup fängt die Düfte des Sommers ein.

Radicchio-Schmarrn

Radicchio-Schmarrn

Schmarrn ohne Kaiser herzhafter Kaiserschmarrn mit Radicchio zur Resteverwertung © Am Pfingstwochenende war ich unterwegs, um wildes Grünzeug zu

Noch keine Kommentare vorhanden

kommentieren oder antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere, dass meine email-Adresse zwecks Spamvermeidung verarbeitet und gespeichert, aber nicht angezeigt, nicht für Werbung genutzt und auch nicht an Dritte weiter gegeben wird.