Quinoa-Patties

Quinoa-Bratling
Quinoa-Bratling mit wachsweichem Ei und Karotte
© Wildkraut & Wanderschuh
 

Während andernorts königlich geheiratet wurde, ging es in meiner Küche heute un-orthodox von und zu. Trotz einfacher Zutaten (Quinoa, Möhren und Ei) wollte ein ansehnliches und schmackhaftes Essen zu stande gebracht werden.

Schließlich sollte es dem Vorbild im Blog seven spoons nicht nachstehen. Was allerdings den Namen angeht, hören sich Quinoa-Patties wesentlich netter an als Quinoa-Bratlinge. Dafür kann ich aber nix.

Beim Gewicht nehmen des Quinoas gab es Unsicherheiten. Auf meiner Schätz-Waage abgewogen waren es 200g. Die 400g-Tüte war aber 3/4 voll, was eher auf 300g schließen lässt. Deshalb gebe ich im Rezept den Mittelwert an. Sorry!
Da ich befürchtete, die Quinoa-Bratlinge würden als Mittagessen so ganz ohne Beilage vielleicht etwas dröge daher kommen, habe ich sie mit gestreifelten Möhren gekrönt, in welche das pochierte Ei eingebettet wurde.

Das Originalrezept von Bloggerin Heidi Swanson (Blog 101 Cookbooks) aus ihrem neuen Buch ‚Super Natural Every Day‘, sieht Schnittlauch und Zwiebel als Geschmacksgeber für die Quinoa-Bratlinge vor. Ich hatte Frühlingszwiebeln da und fand diese ein würdiges Substitut.

Da ich den Quinoa frisch gekocht hatte und das Schälen der Möhren mit dem Sparschäler auch langwierig war (habe dabei den royalen Kutschen zugeschaut), war der (Zeit-) Aufwand doch recht hoch. Und dann habe ich auch noch jede Menge Ausschuss produziert. Tststs…
Kein Wunder. Ich hatte die sehr weichen Bratlinge mit der Hand geformt und versucht ohne Verbrennungsgefahr in die Pfanne mit dem heißen Öl zu befördern. Die demzufolge aus moderater Höhe eingeworfenen Portionen gingen kinetisch in die Breite und waren ohne Zerfall nicht zu wenden.
Bei der zweiten Fuhre habe ich die Masse in Portionen mit dem Pfannenwender in die Pfanne befördert, bei Korrektur-Bedarf die Quinoa-Bratlinge in Form gedrückt und ohne neue Ölzugabe braten lassen. Diese Charge blieb auch beim Wenden stabil.

Ich mag den Geschmack angebratenen Quinoas sowieso sehr. In Kombination mit den würzigen Frühlingszwiebeln und Parmesan der Hit! Die Möhrenstreifen schmeckten quasi nach nix, bildeten aber eine neutrale und sehenswerte Ergänzung zu den Bratlingen. Hier liegt noch Optimierungs-Potential. Das Ei kann man, muss man aber nicht, dem Ganzen aufsetzen…

Quinoa-Bratlinge

leicht herzustellende, sensationell leckere Bratlinge aus Quinoa; perfekt für’s Picknick
Quelle: Buch ‚Super Natural Every Day‘ von Heidi Swanson (abgewandelt)

Zutaten (für 4 Personen):

250g Quinoa
5-6 Möhren
pro Person 1 Ei zum pochieren
3 Eier (L)
3 Frühlingszwiebeln
3 Knoblauchzehen
100g Parmesan
1 Kanten dunkles Brot
1 EL gutes Olivenöl

Zubereitung:

Den Parmesan reiben. Die Frühlingszwiebeln (auch das Grün) in schmale Ringe schneiden und noch etwas hacken.
Das Quinoa mit der doppelten Menge Wasser und wenig Salz (ca. 1 TL) im offenen Topf kochen, bis das Wasser verdampft bzw. aufgesogen wurde. Quinoa abkühlen lassen.
Von einem Kanten dunklem Brot (am besten hart geworden oder aus dem Tiefkühler) etwa 2 EL Brotkrumen abreiben.
Die Möhren schälen und dann mit dem Sparschäler weiter Streifen abschälen. Die 6 Möhren werden nicht völlig genutzt, sondern nur, was sich bequem abschälen lässt, ohne sich die Finger zu brechen. Die Möhren dann anderweitig weiter verwenden.

Die Möhrenstreifen 3 Minuten in Salzwasser kochen und abgießen.

Die 3 großen Eier in eine Schüssel geben und mit der Gabel etwas verschlagen. Dann Quinoa, Parmesan, zerdrückten (oder winzig klein geschnittenen) Knoblauch und Frühlingszwiebeln dazu geben und alles gründlich verrühren. Ggf. 1/2 TL Salz ergänzen. Danach die Brotkrumen untermischen und einige Minuten stehen lassen, damit diese überschüssige Feuchtigkeit aufnehmen können.

In einer Pfanne das Olivenöl erhitzen. Mit einem geeigneten Werkzeug portionsweise die Quinoa-Masse in die Pfanne geben und bei Bedarf Form (Dicke und Breite) korrigieren. Die Bratlinge sollten auf einen Pfannenwender passen. Wenn die Bratlinge schön braun gebraten sind, vorsichtig wenden und die andere Seite ebenfalls bräunen.

Eier in kochendem Wasser pochieren.

Dann (ggf. auf einem Salatblatt) anrichten, die Möhrenstreifen auf dem Quinoa-Bratling auflegen und mit dem Ei krönen.

Fazit: Schmeckt vorzüglich und harmoniert sogar bestens mit dem vom Mittagskocher angewerkelten neuen Balkontisch-Überzug. Daumen hoch!

 

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