gestreifter Schwarzer Rettich

© multikulinarisch.de

Trotz seiner düsteren Farbe, hatte mich ein schwarzer Rettich neulich zum Spontan-Kauf motiviert. Dann war es allerdings erst mal vorbei mit der Spontanität. Ich wusste nämlich nicht, wie ich ihn zubereiten sollte. Langweilig in einen Salat raspeln schied von vornherein aus. Also in andere Foodblogs geschaut. Aber auch dort wollte mir von den wenigen gefundenen Rezepten keines so recht zusagen. Inzwischen zeigte der Gemüsefach-Bewohner bereits erste Unmuts-Anzeichen in Form abnehmender Oberflächenspannung (auch Runzeln genannt).

Also pflückte ich gestern den schwarzen Rettich aus dem Kühlschrank und entfernte die Schale (geht gut mit dem Kartoffelschäler). Unten drunter sah der Rettich wesentlich freundlicher aus, fast weiß. Ich hatte gelesen, dass der Schwarze Rettich durchgeschnitten eine sehr schöne Musterung aufweist. Allerdings blieb diese meinen Augen verborgen, da ich nicht aufgeschnitten, sondern den Rettich (ungefähr bis zur Hälfte) weiter mit dem Kartoffelschäler bearbeitet habe.
So erhielt ich eine Hand voll weißer, dünner Späne.
Diese habe ich in einer Wok-Pfanne in wenig Öl (ich hatte nur Distelöl, aber Sesamöl wäre vermutl. passender) angebraten. Als sich eine braune Färbung der Ränder zeigte, habe ich einen gestrichenen Teelöffel Erdnussbutter eingerührt und 2 Spritzer Fischsoße drangegeben (kein extra Salz). Da die Rettich-Streifen recht fettig wirkten, wurden sie kurz auf einem Küchentuch zwischengeparkt.

Die Rettich-Streifen gab es bei uns als Beilage zu Lachs und Reis. Die Kombination aus milder Schärfe und Süße plus herzhaftem Ausgleich durch die Fischsoße hat mir gut geschmeckt. Dem Mittagskocher weniger, aber er mag auch keine Erdnussbutter…
Die Streifen vom Schwarzen Rettich eignen sich auch zum Knabbern. Hatte einige übrig und über Nacht auf einem Küchentuch liegen. Schmeckten auch als kaltes Naschwerk sehr gut.

Nochmal zum Mitschreiben für die Einkaufsliste:

1 Schwarzer Rettich
Sesamöl (od. neutrales Speiseöl)
2 gestrichene Teelöffel Erdnussbutter
4 Spritzer Fischsoße

Resümee: ausbaufähig!

Ähnliche Beiträge

verdattelte Buchweizen-Rosenkohl-Bratlinge mit Duftkino

Buchweizen-Rosenkohl-Bratlinge

Ein Winnerteam und großes Duftkino. Mit Rosenkohl und Buchweizen gewinnst du jedes Spiel.

Frohe Weihnachten mit winterlichem Schlehen-Gelee

Schlehen-Gelee mit winterlichen Gewürzen

Glühweinseligkeit aus Schlehen für lange Nächte und buttrige Morgen

Schwarzer Rettich und Hühnchen mit Fermenten

Schwarzer Rettich mit Fischsoße und Bärlauchessig

Kugeslstoßen mit Schwarzem Rettich und ungewissem Ausgang

mit Amarettini gefüllte Steinklee-Nektarinen

gefüllte Amarettini-Nektarinen mit Steinkleesirup

Das Dessert mit gefüllten Nektarinen und Steinkleesirup fängt die Düfte des Sommers ein.

5 Kommentar(e)

  • Die Fischsoße fiele bei mir schon gleich mal weg. Ginge vielleicht auch Sojasoße o.ä.? Nun essen wir aber auch keinen Lachs (d.h., wir essen überhaupt nichts Fischiges!)- was soll bloß aus uns werden…
    Bitte um gute Einfälle für eine Genußmöglichkeit unsererseits.
    Ganz nebenbei, mein Herr Panci hat sehr skeptisch gebrummt beim Vorlesen dieses
    Menüs. Vielleicht gibts nächstens doch lieber die berühmten Bratkartoffeln mit Spiegelei, oder hier erscheint was ganz
    Umwerfendes für Fischnegierer..

kommentieren oder antworten

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und akzeptiere, dass meine email-Adresse zwecks Spamvermeidung verarbeitet und gespeichert, aber nicht angezeigt, nicht für Werbung genutzt und auch nicht an Dritte weiter gegeben wird.