Holundermousse mit Heidelbeeren und Holunderkrokant

Holundermousse mit Heidelbeeren und Holunderkrokant
Holundermousse mit Heidelbeeren
© Wildkraut & Wanderschuh

Nachbarin N. war in den Heidelbeeren.

Freundlicherweise bekam ich eine Schale selbst gepflückter Kulturheidelbeeren verabreicht.
Der Großteil davon endete gestern in einer Mole-Soße, die widerum mitten in meiner Küche landete, aber dazu später mehr.

Die restlichen Heidelbeeren nahmen dagegen ein süßes Ende, indem ich sie in einer (an sich schon sehr wohlschmeckenden Mousse aus Holunderbeerensaft versenkte und mit einem Krokant aus Holunderbeeren veredelte.
Der Holunderkrokant ist nicht ganz so geworden wie anvisiert. Ich hatte den Zucker nicht ausreichend karamellisieren lassen und im Ergebnis eher kristallinen Holunderzucker (als Topping ebenfalls fein). So wie es im Rezept steht, sollte es aber funktionieren.

Für die Zubereitung der Mousse habe ich mich an der Lavendelmousse orientiert, der widerum ein Rezept aus ‚Kochbuch für Max & Moritz‘ zugrunde lag. Wegen des herben Holundergeschmacks habe ich dieses Mal mehr Zucker eingesetzt und, damit die Heidelbeeren nicht zu Boden sinken, 3 statt 2 Blatt Gelatine verwendet.

Ich war nicht sicher, wie gut uns die Mousse schmecken würde. Außer Holunderbeeressig und einer Art Holundermarmelade mit Minze hatte ich noch nicht viel mit Holunderbeeren angestellt. Die Sorge hätte ich mir nicht machen brauchen. Die Mousse schmeckt umwerfend gut (auch ohne Heidelbeeren)…

Rezept

Holundermousse mit Heidelbeeren und Holunderkrokant

In einer fluffigen Mousse aus Holunderbeeerensaft werden Heidelbeeren versenkt und das Ganze mit Krokant aus Holunderbeeren gekrönt.

Rezept:
Zubereitungszeit: 6 h

Zutaten (für 3 Portionen):

150g Holunderbeeren
etwa 200g Heidelbeeren
4 Eigelb
1 Becher (200g) Sahne
3 Blatt Gelatine
70g Zucker für Mousse
5 EL Zucker für Krokant

Zubereitung:

Die Holunderbeeren in einem kleinen Topf 10 Minuten sanft köcheln und durch ein Sieb drücken. Den Saft auffangen.

Für den Krokant das Fruchtmus zurück in den Topf geben und mit 5 EL Zucker versetzen. Den Zucker schmelzen und bräunen lassen. Dann die Masse heiß auf Butterbrotpapier geben und glatt streichen. Den Holunderkrokant erst bei Raumtemperatur dann im Kühlschrank (oder schneller im TK) kühlen, bis er fest wird. Anschließend den Krokant klein hacken.

Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen.

Eine Metallschüssel in’s heiße Wasserbad stellen und darin das Eigelb und den Zucker mit einem Schneebesen schaumig rühren. Nach und nach den Holundersaft zugießen und ununterbrochen weiter schlagen, bis nach etwa 10 Minuten das Ganze deutlich dicklich wird.
Zum Prüfen der gewünschten Konsistenz einen Esslöffel in die Masse tauchen, umdrehen und auf die Außenseite pusten (zur Rose abziehen). Bildet sich vom Pusten etwas, das wie eine Rose aussieht, ist die Konsitenz genau richtig.

Die Schüssel aus dem Wasserbad nehmen.
Die Gelatine ausdrücken und unter die heiße Holundermasse rühren, bis sie vollständig aufgelöst ist.
Zum Abkühlen die Schüssel in Eiswasser stellen.

Inzwischen die Sahne steif schlagen.
Ist die Holundermasse ausreichend abgekühlt, die Sahne vorsichtig unterheben.
Die Holundermousse halb-hoch in Portionsgefäße füllen.
Nach und nach die Heidelbeeren obenauf geben und einsinken lassen (ggf. etwas eindrücken). Einige Beeren überstehen lassen.
Die Mousse mindestens 6 Stunden im Kühlschrank kühlen (ich: über Nacht) und mit dem Krokant bestreuen.

ein lila Spätsommerdessert vom Feinsten…
und mein 2. Beitrag zu ‚Wir kochen alle nur mit Wasser‘, dem Event von Uwe und Staatl. Fachingen
HighFoodality Blog-Event Wir kochen alle nur mit Wasser

4 Kommentar(e)

  • Also das sieht wirklich lecker aus. Und danke für das Rezept. Ich werde es mal versuchen nach zu machen und ich bin echt schon gespannt ob mein Versuch dann auch so gut aussieht. Und so wie sich das Rezept liest müsste man es auch als Anfänger hin bekommen. Also vielen Dank.

    • Ich hatte das vorher auch erst einmal gemacht. Wenn man nicht vergisst, die Masse 1. im Wasserbad, 2. kontinuierlich und 3. lange genug zu rühren, kann nix schief gehen. Höchstens bei der Schlagsahne. Die war mir etwas grisselig geraten, was aber dem Endergebnis überhaupt nicht geschadet hat… 😉
      Gutes Gelingen und guten Appetit!

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