Porree mit Sanddorn-Häubchen

Meistens wird bei uns gekocht, was gerade da ist. Ich kaufe zwar oft mit dem Gedanken an das eine oder andere in Kochbüchern oder Blogs gesehene Rezept ein, allerdings nur selten organisiert bzw. finanzstark genug, um tatsächlich alle benötigten Zutaten abrufen und besorgen zu können.

Inspiriert hatte mich kürzlich Paules Lauch Gratin.
Porree war da. Eine Auflaufform ebenso. Ansonsten brachte der Blick in Küchenschrank, Kühlschrank und Tiefkühler unter anderem einen Rest Schafskäse und Sanddornbeeren zu Tage. Den Sanddorn kann man in Berlin übrigens im russischen Supermarkt Rossia kaufen. Diese Zutaten, plus etwas Quark, schienen mir geeignet, eine eigen Porree-Auflaufvariante zu kreieren.
Ursprünglich wollte ich das Sanddorn-Käse-Quark-Häubchen mit in Honig marinierten Sanddornbeeren krönen, habe jene dann aber stattdessen in’s Porree-Kochwasser gegeben.

Die Sanndorn-Käse-Quarkmasse schmeckt sehr gut. Ich habe mich vorsichtig an die geeignete Menge Sanddorn herangetastet. In Kombination mit dem süßlichen Porree war das Topping nicht schlecht, aber ich werde noch andere Variationen ausprobieren. Vielleicht auch solo.

Zutaten: (für 2 Personen)

4 Stangen Porree
30+ Sanddornbeeren
1/4 Schafskäse (Feta)
2 EL Quark
1 1/2 EL Honig (ich: Berliner Honig)

Zubereitung:

Für das Sanddorn-Häubchen den Schafskäse zerbröseln, 10 Sanddornbeeren dazugeben und mit der Gabel zerdrücken. Anschließend den Quark und 1 TL Honig unterrühren.

Backofen auf 200°C vorheizen.
Den Porree säubern und in gleich lange Stücke (ca. 5 cm) schneiden. In ca 1/2 L Wasser unter Zugabe von 20 Sanddornbeeren, Butter etwas Salz und einem knappen EL Honig 5 Minuten kochen. Ich habe bewusst nicht nur kurz blanchiert, damit die Aromen Zeit hatten, sich zu entfalten und damit der Auflauf im Ofen nicht lange benötigt.
Die Brühe abgießen und auffangen.
Die Porree-Stücken senkrecht in eine Auflaufform schichten. Ein wenig von der Brühe einfüllen. Obenauf die Käse-Quark-Masse streichen.
Das Ganze im Backofen bei 200°C ca. 20 Minuten backen. (möglicherweise reicht auch kürzer). Wenn man das Topping etwas angebräunter mag, kurz grillieren.

Dazu gab’s mangels Kartoffeln roten Reis (nicht optimal) und für mich ein in Öl angebratenes Schweinesteak. Auch dort habe ich paar ‚Sanddörner‘ mit in’s Bratfett gegeben. Aus der restlichen Brühe könnte man noch ein Sößchen anrühren. Habe ich meinem Herrn Schatz und Soßenliebhaber zuliebe auch gemacht. Braucht es aber nicht.

Fazit: spannender Ansatz, aber noch unrund

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