#sommeroffline – Von einer die auszog …

Diesen Sommer habe ich mich davongemacht und es #sommeroffline genannt.

Holztür
© multikulinarisches

Eine urige Alm oberhalb 2000 Höhenmetern, umrahmt von majestätischen Dreitausendern, schien mir ein geeigneter Ort, um den Kopf frei zu bekommen und die Seele zu lüften. Ich wollte Bergluft schnuppern und auf Abstand von Zeitgeist und Alltag gehen, um neu geerdet zurück zu kehren und ggf. gar die Escape- oder Reset-Taste zu drücken. Zumindest aber die Pausen-Taste.

Das Abenteuer Alm begann für mich Anfang Juni, als ich aus einer Schar von ca. 30 Bewerbern als Sennerin – nette Umschreibung für Mädchen für alles – für die Rötalm ausgewählt wurde. Die Rötalm widerum hatte ich für mich gewählt, weil:

a) sich eine offene Stelle für 3 Monate bot,
b) ich dank meiner lieben Foodbloggerkollegin Verena davon erfuhr,
c) die Familie sehr nett wirkte,
d) auf der Alm Butter und Käse produziert werden,
e) die Hütte uriger nicht sein könnte und
f) deren Lage im Wanderparadies Ahrntal absolut traumhaft ist.

Nachdem mit italienischer Steuernummer und Papierkram die zweite Hürde angegangen und der Klamottenstapel aus Sommer und Wintersachen auf das Nötigste reduziert und im Rucksack verstaut war, fuhr ich Anfang Juli nach Südtirol.

Am 05.07.17 war Almauftrieb. 500 steile Höhenmeter ohne Musikkapelle und Brimborium. Aufregend war es dennoch, mussten wir doch dafür Sorge tragen, dass die Kühe nicht auf Abwege gerieten, sondern Wanderweg Nummer 11 folgten. Eine Kuh war besonders ausgebufft und musste zwei mal über Stock und Stein, die halbe Strecke ins Tal verfolgt und wieder auf Kurs gebracht werden.

Almauftrieb
Almauftrieb
© multikulinarisches

Nach 2,5 Stunden kamen Mensch und sämtliche Milchkühe glücklich im Röttal an, wo Letztere sogleich ihre Nasen im saftigen Grün versenkten, während mir angesichts der überwältigenden Schönheit noch das Maul offen stand. Die wohlgeformte Rötspitze thront über unserem Hochtal, wie ein Geburtstagskind an der Kaffeetafel. Die geschmückten Gäste – flankierende Dreitausender – Staffage, um dem Jubilar zur Ehre zu gereichen.

Röttal
Röttal
© multikulinarisches

In dieser Traumkulisse durfte ich also 3 Monate meines Lebens – den #sommeroffline – verbringen …
Meinen Bericht habe ich ein wenig gegliedert und gestückelt, so dass ihr ihn im Laufe der Woche bequem degustieren könnt. Viel Spaß dabei!

Fortsetzung folgt.

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mehr zum #sommeroffline:
Teil 2: die Almfamilie
Teil 3: die Almhütte
Teil 4: die Almtiere
Teil 5: das Wetter
Teil 6: die Produkte
Teil 7: die Sennerin
Teil 8: Gäste und Gerichte

veröffentlicht am: 16.10.2017

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12 Kommentar(e)

  • Hallo Peggy, ich habe jeden Tag auf deiner Seite vorbeigeschaut. Endlich ein Lebenszeichen von dir???? Schöner Bericht!
    Bei uns ist super Wanderwetter,schade das du es nicht genießen kannst.????
    Wir grüßen und drücken dich????
    Deine Sommerfamilie????

    • Hallo Petra, wie lieb von Dir! Hat denn Sepp die email-Lebenszeichen gar nicht ausgerichtet? Ich bin sehr gut heim und hier auch wieder angekommen. Bestes wanderwetter haben wir hier auch seit gestern. Nur fehlen die Berge. Und ihr. Ich drück euch ganz lieb zurück, Peggy

  • Liebe Peggy, ich weiß aus nächster Nähe von Deinen Grautönen, aber es bewahrheitet sich laufend wieder, wie meine Mutti schon immer sagte, unter jedem Dach wohnt ein Ach, oder jedes Fenster hat ein Kreuz und ähnliche Weisheiten, aber es stimmt. Es gibt leider überall, wo Du auch hinschaust, nicht nur eitel Sonnenschein, das ist nun mal so. Das Leben auf so einer Alm ist kein Zuckerschlecken, die Menschen dort müssen sich eine feste Schale zulegen, sonst könnten sie das kräftezehrende Leben nicht aushalten. Wir Flachlandtiroler sind einfach zu sensibel für derlei Dinge. Wir leiden mit den Menschen und mit den Tieren, drum könnten wir es nie für länger als diese eine Saison durchhalten. Denke a n und danke f ü r all das Schöne und Gute, das Du erleben konntest.

  • Gäste gab es auf der Rötalm reichlich, liegt sie doch unmittelbar an einem populären Wanderweg. Gäste der Rötalm ©multikulinarisches Dieser klettert aus dem Ahrntal steile 500 Höhenmeter hinauf zur Rötlam, mäandert dann durch die saftig-grüne

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